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Quadriennale Düsseldorf 2014

Mit diesem Appell werden die Besucherinnen und Besucher der Quadriennale Düsseldorf 2014 eingeladen, sich kurzzeitig aus der eigenen Gegenwart zu lösen, um zu erkunden, welche Vor- stellungen von Zukunft sich Menschen zu verschiedenen Zeiten gemacht haben.

Wer der Frage nachgeht, ob sich Ideen zur Zukunft über die Jahrhunderte hinweg ähneln, wird auf einiges stoßen, das leit- motivisch immer wiederkehrte. So kreisten viele Fantasien um die Möglichkeiten von Materie und Materialien. Es lag deshalb nahe, den Schwerpunkt der Ausstellungen auf Geschichten eines zukunftszugewandten Umgangs mit Materialien zu legen. Dabei wurde darauf geachtet, dass es vielfältige Bezüge zwi- schen den Beiträgen gibt und das gemeinsame Interesse aller beteiligten Institutionen mittels eines Netzwerks von Leitbe- griffen deutlich wird. Insgesamt elf Begriffe werden miteinan- der verknüpft und bieten zahlreiche Übergänge zwischen den jeweils unabhängig voneinander konzipierten Ausstellungen. Das macht erlebbar, dass Zukunftsfantasien oft in der Auseinan- dersetzung mit Feuer, Erde oder Himmel sowie durch Ideen von Fortschritt, Aufbruch, Rückzug oder Experiment angeregt und gestaltet wurden.

So ist „Über das Morgen hinaus“ auch als eine Einladung zu verstehen, das Alltägliche und Bekannte zu überschreiten und dorthin zu gelangen, wo noch andere Arten von Erkenntnis und Einsicht erhofft werden können.

SCHUEBBE PROJECTS
Manifeste – Manifestationen – Briefe, Gruppe SPUR 1958–1965, April–Mai 2014
Neubrückstr. 6, Tel. (0211) 32 89 85, www.schuebbeprojects.com
Mo – Fr 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa 11.00 bis 16.00 Uhr u.n.V.

Programm-Flyer Download

Gruppe SPUR, o.T., 1963, Postkarte, Collage

Gruppe SPUR, o.T., 1963, Postkarte, Collage

Gruppe Spur

ICH-SCHRUMPFUNG

Gruppe SPUR: Manifeste – Briefe – Werke April 5 – August 10, 2014

Vernissage: April 5, 2014 – 6 PM, Neubrückstr. 6, Düsseldorf Organisation: Martin Bochynek

Gruppe Spur wartet nicht nur im Rheinland auf Wiederentdeckung. Um die Künstler Lothar Fischer, Helmut Sturm, Heimrad Prem und HP Zimmer bildete sich im München der Nachkriegszeit in den 50er Jahren eine radikale Künstlergruppe, die eigentlich bis heute in der Bundesrepublik seinesgleichen sucht. Sicherlich war der kapitalistische Realismus um Polke, Fischer und Richter in der aufkommenden Deutschland AG erfolgreicher, ZERO (wieder so eine rheinische Setzung) gab sich futuristischer, aber schon die „Mülheimer Freiheit“ aus dem Köln der 80er Jahre ist gedanklich nur noch ein Aufguß dieser schrägen Neo-Dadaisten aus Süddeutschland.

Diese Ausstellung in der Galerie von Christa Schübbe macht darauf aufmerksam, daß visionäre und utopische Konzepte in der Kunst von dieser Gruppe sehr viel durchdachter und radikaler praktiziert wurden, als dies in der deutschen Kunst nach dem zweiten Weltkrieg je von anderen der Fall war. Erstmalig werden Dokumente der Gruppe vorgelegt, die diese These eindrucksvoll illustrieren.
Neben dem Informel als väterliche Verzweiflungs- und Verweigerungsgeste gegenüber dem deutschen Desaster entwickelte die Jugend mit SPUR Aufbruchstimmung, Hang zur Freiheit und Willen zur Gaudi. Etliche Manifeste sind überliefert, Aktionen bis zum Prozess aktenkundig geworden und Gedanken in frühen Publikationen der Künstler festgehalten, erstmalig jedoch sind hier elf von den Künstlern bearbeitete und an Ihren italienischen Mäzen Marinotti adressierte Postkarten zu sehen, die schon allein die Aktualität von SPUR als künstlerische Bewegung für unsere Tage dokumentieren.
Man wird sich fragen, warum SPUR bislang die einzige (wo es doch die erste überaupt war) deutsche Künstlergruppe der Nachkriegszeit ist, die immer noch auf ihre angemessene Entdeckung wartet. Die Antwort darauf ist weniger interessant als der Hinweis, daß es längst noch nicht zu spät ist, sich mit dieser anarchischen Gruppe von Künstlern zu befassen und ihre regionalen Inspirationen (Bayrischer Barock) sowie ihre internationalen Ambitionen (Situationistische Internationale) erneut ins Licht zu stellen.

malterenz

Malte Renz

Monotypie

March 14 – August 10, 2014
Midissage March 28, 2014 – 6 PM

Schuebbe Projects is pleased to announce Monotypie, a solo show by Malte Renz.

„It is about color and surface, about trying and probing mixed techniques of egg tempera and oil paint on point, line and plane. In a series of figures, I am alternating between painting and printing, especially monotyping. Here, the process of monotyping introduces elements of randomness and distance into painting by breaking and dissolving individual brush strokes. Thereby, the monotype constitutes something unique in between a spontaneous paint sketch and a detached print and helps play, process and depict shades and nuances of human figures.“ Malte Renz

Monotypie will be on view from March 14 through August 10, from 12:00 to 6:00 PM at Neubrückstraße 6, Düsseldorf.

For additional information, please contact us at +49 (0)211 328985, or email space@schuebbeprojecs.com.

fragmented knowledge

Yukako Ando

You are cordially invited to attend the project „Fragmented Knowledge“ by the 35. Duisburger Akzente.
Friday, March 07, 2014 – Sunday, March 23, 2014 / full-time in public space of the city Duisburg

This project is a guest part of „KLEBEWESEN-ACHTUNG AUGEN AUF“.
„Die Bastellgruppe“: Petra Anders, Stacey Blatt, Christina Böckler, Friederike Huft, Barbara Koxholt, Kerstin Müller-Schiel, Ulrike Waltemathe.
„guest“ for action: Yukako Ando (Düsseldorf), Alice Fung (Los Angeles), Brigitta Heidtmann (Krefeld), Lydia Koch (Köln), Katja Langer (Dresden), Ingrid Nijenhuis (Ulft), Judith Samen (Düsseldorf).

http://www.duisburger-akzente.de

„Fragmented Knowledge“
The project “Fragmented Knowledge” is a contribution for the 35. Duisburger accents “money or lives“.
At this opportunity, I distribute knowledge about “money and art” in different city areas of Duisburg.

The project has 16 parts.
Every part can be kept or can be placed again at the same place.
You see further development of the project during the 35. Duisburger accents.

It would be a joy for me if I could think about money, art and lives with you.
Best,
Yukako Ando

Videoclip: https://www.facebook.com/yukako.ando.news